Die prämierten Maturaarbeiten 2024

Die prämierten Maturaarbeiten 2024

Die Stiftung für Jugendförderung im Thurgau zeichnete auch 2024 die besten Maturaarbeiten an der KSK aus. Die Arbeiten werden für ihre hohe Qualität und für ihren Bezug auf die Nachhaltigkeitsziele der UNO ausgewählt.

Corina Tobler

Auch in diesem Jahr waren diverse Arbeiten zur Prämierung vorgeschlagen, die mindestens eines der 17 UNO-Ziele thematisieren und einen Beitrag dazu leisten, dieses zu erreichen. Der Stiftungsrat entschied, vier davon zu prämieren, wie Prorektor Daniel Hurtado an der Maturafeier im Dreispitz verkünden durfte. Dort konnten die Autorinnen und Autoren ihre Preise entgegennehmen. Die prämierten Arbeiten widmen sich einem breiten Spektrum von Themen, die alle eine hohe Relevanz für die Gesellschaft haben.

Die Prämierten: Samira Eugster, Marlene Mössner, Fabienne Hirsch und Jannis Mosberger (v. l.). (Zeliha Köklü)

Samira Eugster (4Ma) erhielt den Preis für «Die 4-Tage-Woche – Das Arbeitskonzept der Zukunft?». Ihre Arbeit wurde von Walter Schmid betreut. Samira untersuchte das neuartige Konzept mit speziellem Fokus auf die Schweiz. Sie verglich die möglichen Auswirkungen einer 4-Tage-Woche in der Schweiz mit veröffentlichten Pilotprojekten aus der ganzen Welt. Zudem führte sie eine Datenerhebung in 18 Schweizer Unternehmen durch, die kürzlich die 4-Tage-Woche eingeführt hatten. Dabei hat sie Daten aus Mitarbeiterumfragen mit knapp 120 Teilnehmenden gesammelt, um die festgestellten Veränderungen zu dokumentieren. Ihre Arbeit ist einzigartig, da es in der Schweiz sonst keine vergleichbaren Datenerhebungen zur 4-Tage-Woche gibt. Samira wurde für ihre Arbeit zuvor bereits von der Jury des Jugendwettbewerbs von Think Tank Thurgau ausgezeichnet, die ihr den vierten Preis übergab.

Fabienne Hirsch (4Mb) wurde von Daniel Hurtado für ihre Maturaarbeit «Die Diskriminierung der Brown Babies: Eine Suche nach Identität im Nachkriegsdeutschland» ausgezeichnet, betreut von Nadja Strada. Ihre Arbeit überzeugte mit akribischer Arbeit im Theorieteil und mit einer eindrücklichen Erzählung, die sie selbst zur Thematik verfasst hat. Beide Teile der Maturaarbeit zeigen laut der Jury der Stiftung für Jugendförderung im Thurgau, wie Diskriminierung und Rassismus das Leben betroffener Menschen stark prägen können.

Jannis Mosberger (4Mz) erhielt ebenfalls eine Auszeichnung für seine Arbeit «Strategic Interests and Regime Politics: Unpacking Russia’s Decision to Invade Ukraine». Seine Arbeit, betreut von Daniel Hurtado, betrachtet Aspekte der nationalen Sicherheit, historische Verbindungen zwischen Russland und der Ukraine sowie innenpolitische Entwicklungen in Russland. Ziel war es, eine umfassende und mehrdimensionale Analyse zu erstellen, die nicht nur eine einzelne Sichtweise berücksichtigt. Dies erreichte er ganz offensichtlich, denn besonders die äusserst gründliche und sorgfältige Recherche und das differenzierte Verständnis des Konflikts, das resultiert, wurden an der Maturafeier gelobt. Jannis hatte bereits am Jugendwettbewerb von Think Tank Thurgau und bei Schweizer Jugend forscht teilgenommen. Beim letztgenannten Bewerb hatte er das Halbfinale erreicht, während er bei Think Tank Thurgau den fünften Preis gewonnen hatte.

Marlene Mössner (4Mb) holte sich mit «myMens – Ein Projekt zum nachhaltigen Umgang mit der Menstruation an der KSK», betreut von Walter Schmid, die vierte und letzte Auszeichnung. Ihr gelang es, das Thema «Umgang mit der Menstruation» als innovatives Projekt mit Pioniercharakter umzusetzen. So enthält ihre Arbeit nicht nur gründliche Recherche, die unter anderem das Problem der Menstruationsarmut aufzeigt und sich mit der immer noch vorhandenen Stigmatisierung des Themas Menstruation beschäftigt, sondern überzeugt auch praktisch enorm. Marlene lancierte an der Schule eine Sensibilisierungskampagne und stellte langfristig die Verfügbarkeit von Gratis-Menstruationsartikeln sicher. Diese können in zwei der Damentoiletten bezogen werden.

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