An der Maturitätsfeier im «Dreispitz» konnte Prorektor Daniel Hurtado nicht nur ausserordentlich engagierte Schülerinnen und Schüler ehren, sondern auch vier Abgängerinnen und Abgänger für ihre herausragenden Maturitätsarbeiten einen Preis überreichen.
Corina Tobler
Wie jedes Jahr überreichte Daniel Hurtado die Preise für die besten Arbeiten des Jahrganges im Namen der Emil-Halter-Stiftung für Jugendförderung im Thurgau. Diese Arbeiten überzeugen sowohl mit tiefgründiger Recherche als auch mit innovativem praktischem Ansatz und grosser gesellschaftlicher Relevanz im Kontext der UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Lena Bolliger (25Ma) wurde vom Beirat für die Prämierung ausgewählt. Ihre Arbeit trägt den Titel «Die Taiwan-Frage: Eine Analyse der aktuellen Situation und mögliche Zukunftsszenarien unter Anwendung spieltheoretischer Modelle» und wurde von Walter Schmid betreut. Lena, so die Jury, analysiere auf überzeugende Weise die Handlungsmöglichkeiten Chinas, Taiwans und der USA im Konflikt, unter Verwendung der im Titel genannten Spieltheorie. Der Fokus auf einen politisch äusserst aktuellen Konflikt trägt zur gesellschaftlichen Bedeutung der Arbeit bei.
Sevrin Brüllmann (25Mz), der bereits bei Think Tank Thurgau ex aequo den ersten Preis gewann, wurde für seine Entdeckung neuer Methoden zur Verbesserung von Holz als Werkstoff auch von der Emil-Halter-Stiftung ausgezeichnet. Betreut hat ihn Mathias Bosshardt. Die Arbeit mit dem Titel «Wood as a Super Material: An Investigation into Delignified and Densified Wood, with an Introductioni into Cellulose Boosted Wood» untersucht, inwiefern Holz als Material stärker und dennoch flexibel gemacht werden kann, wenn es mit bestimmten Chemikalien behandelt wird. Sevrins Ergebnisse eröffnen Möglichkeiten, Holz künftig vermehrt im Bau einzusetzen, was um einiges nachhaltiger ist als die Arbeit mit heute gängigen Materialien.
Jonas Nait (25Mz) hat sich, betreut von Michael Volkart, mit den grossen Philosophen Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau auseinandergesetzt. Die Arbeit «Über Hobbes, Rousseau und das Menschenbild: eine vergleichende Analyse» sei sehr tiefgründig und wegen der grundlegenden Fragen zum Menschsein und dem (teils politischen) Verhalten des Menschen habe das Thema eine grosse Relevanz, so die Jury. Jonas hat die Erkenntnisse seiner theoretischen Arbeit in eine Unterrichtseinheit zum Thema weiterverarbeitet, um das erlernte Wissen weitergeben zu können.
Christina Seibert (25Mc) schliesslich hat sich mit der Rolle der Visualisierung im Leistungssport beschäftigt. Gisela Eggenberger und Isabelle Mayer haben sie betreut. Die Arbeit trägt den Titel «Theory vs Practice: How Athletes Use Visualization to Enhance their Sports Performance». Besonders überzeugt hat die Jury, dass Christina eine Methode untersucht habe, die auf nicht-invasive Art viel Potential habe, psychische und physische Gesundheit auch ausserhalb des Leistungssports zu fördern. Auch hier sei so die gesellschaftliche Relevanz offenkundig.


