{"id":2851,"date":"2023-10-29T09:10:04","date_gmt":"2023-10-29T09:10:04","guid":{"rendered":"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/?p=2851"},"modified":"2025-01-03T09:59:12","modified_gmt":"2025-01-03T09:59:12","slug":"__trashed-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/index.php\/2023\/10\/29\/__trashed-5\/","title":{"rendered":"Fr\u00fcchte aus dem eigenen Obstgarten"},"content":{"rendered":"\n<p>Die AG Klima gab sich 2020 mit der Umsetzung des Abfallkonzepts nicht zufrieden, sondern plante gleich weiter. Die Idee: Im Schulgarten, der bis dahin immer wieder wild wucherte bis verk\u00fcmmerte, sollte eine sinnvolle, nachhaltige Nutzung m\u00f6glich werden. Die L\u00f6sung: Unser schuleigener Obstgarten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Apfelbluete-Piros-Biene-Closeup-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2871\" srcset=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Apfelbluete-Piros-Biene-Closeup-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Apfelbluete-Piros-Biene-Closeup-300x200.jpg 300w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Apfelbluete-Piros-Biene-Closeup-768x512.jpg 768w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Apfelbluete-Piros-Biene-Closeup-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Apfelbluete-Piros-Biene-Closeup-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die erste Bl\u00fcte am Apfelbaum (Sorte Piros) im Obstgarten. Auch die Bienen freut&#8217;s. (Corina Tobler)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><em>Sibylle Engeler<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Vor einigen Jahren startete ein noch heute andauernder Trend um sogenannte Superfoods, also vorwiegend exotische Obstsorten, Gem\u00fcse, Samen oder daraus hergestellte Produkte wie Pulver oder Tabletten, die \u00fcberdurchschnittlich reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Polyphenolen und anderen wichtigen Pflanzenwirkstoffen seien. Schon der Verzehr kleiner Mengen soll den t\u00e4glichen Bedarf an bestimmten Vitaminen oder Mineralien decken. Sie gelten als Wundermittel gegen das Altern oder sollen vor Krebs, Schlaganf\u00e4llen oder Herzinfarkten sch\u00fctzen. Andere sollen uns besonders leistungsf\u00e4hig machen, das Immunsystem st\u00e4rken oder beim Abnehmen helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings sind viele dieser exotischen Superfoods mit Schadstoffen belastet und im Vergleich zu heimischem Gem\u00fcse und Fr\u00fcchten sehr teuer und wenig nachhaltig, da ihre Kultivierung viele knappe Ressourcen verbraucht und die Ernten oft mit dem Flugzeug weit transportiert werden m\u00fcssen. Gl\u00fccklicherweise wachsen auch in der Schweiz und gerade auch auf dem Schulhof der Kantonsschule Kreuzlingen einheimische Superfoods, n\u00e4mlich \u00c4pfel, Johannis- und Heidelbeeren. Zu verdanken haben wir dies der Initiative der AG Klima, deren Mitglieder \u2013 Sch\u00fcler und Lehrpersonen \u2013 im Fr\u00fchling 2021 ihre Freizeit daf\u00fcr einsetzten, einen Obstgarten vor dem B-Geb\u00e4ude zu pflanzen. Zwei Halbstammapfelb\u00e4ume sowie verschiedene Beerenstr\u00e4ucher wurden angepflanzt. Die B\u00e4ume werden, neben der Ernte, in ein paar Jahren einen weiteren Vorteil haben. Sie sollen eine gen\u00fcgend grosse Krone aufweisen, dass man sich auch darunter in den Schatten setzen und die Fr\u00fcchte geniessen kann. Unter den B\u00e4umen und zwischen den B\u00fcschen ist der Boden nicht stark bewachsen. Somit lassen sich hier teilweise Nesteing\u00e4nge von bodennistenden Bienen beobachten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie der Thurgau zum Apfel kam<\/h2>\n\n\n\n<p>Doch zur\u00fcck zu den Superfoods, die im Obstgarten wachsen: Der Apfel spielt in allen eurasischen Kulturen wichtige symbolische Rollen, er wird in M\u00e4rchen und Mythen thematisiert und findet sich auch oft in der Kunst. Auch als Wirtschaftszweig ist er, gerade im Thurgau, sehr wichtig. Laut Sch\u00e4tzungen gibt es 210&#8217;000 Hochstammapfelb\u00e4ume und 1600 Hektaren Obstkulturen in unserem Kanton. Seit etwa 150 Jahren wird der Thurgau aufgrund des Apfelanbaus und seiner Form, die an Indien erinnert, Mostindien genannt. Obwohl wir den Apfel als typisch f\u00fcr den Thurgau empfinden und dieses Image auch touristisch genutzt wird, zeigen Genanalysen ein anderes Bild. Diesen Analysen zufolge stammt unser Kulturapfel vom Asiatischen Wildapfel ab, welcher in Kasachstan heimisch war. Die Fr\u00fcchte oder Samen wanderten mit H\u00e4ndlern entlang der Seidenstrasse nach Westen. W\u00e4hrend der Ausdehnung des R\u00f6mischen Reiches wurden die \u00c4pfel immer weiter im Herrschaftsgebiet verteilt und gelangten schliesslich nach Mitteleuropa und in die Schweiz.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg von Kasachstan gegen Westen kreuzten sich die Wege des wilden asiatischen Vorfahrens mit dem Europ\u00e4ischen Wildapfel<em> (<\/em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Holzapfel\" target=\"_blank\"><em>Malus sylvestris<\/em><\/a>). Da Apfelb\u00e4ume Fremdbefruchter sind (es braucht also Pollen von einem anderen Apfelbaum f\u00fcr die Befruchtung der Bl\u00fcten) wurden die entlang der Seidenstrasse wachsenden B\u00e4ume von <em>Malus sylvestris <\/em>auch vom Pollen der einheimisch wachsenden Wild\u00e4pfel (<em>M. sieversii<\/em>) befruchtet. Diese Gen\u00fcbertragungen vom Europ\u00e4ischen Wildapfel in den Genpool des Asiatischen Wildapfels f\u00fchrten schliesslich zu dem heutigen Apfel. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Europa und Asien vereint<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Mensch ver\u00e4nderte die \u00c4pfel auch aktiv, indem er die besten Fr\u00fcchte selektierte und begann, diese gezielt anzubauen. Nach und nach ver\u00e4nderte sich so die Qualit\u00e4t der Fr\u00fcchte. Heutzutage gibt es \u00fcber 1000 Sorten von \u00c4pfeln, davon sind aber nur ein paar Dutzend wirtschaftlich bedeutend. Genanalysen zeigten, dass der Kulturapfel w\u00e4hrend des Domestizierungsprozesses die grossen Fr\u00fcchte von <em>M. sieversii<\/em> erbte und das feste Fruchtfleisch sowie der Geschmack auf <em>M. sylvestris <\/em>zur\u00fcckgehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bekannte Zitat \u00abAn apple a day keeps the doctor away\u00bb besagt, dass ein Apfel pro Tag einem den Arzt vom Leibe h\u00e4lt und man somit hoffentlich eben gesund bleibt. \u00c4pfel sind also ein richtiger Superfood. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Selber pfl\u00fccken ist f\u00fcr KSKler erw\u00fcnscht<\/h2>\n\n\n\n<p>Heidelbeeren und Johannisbeeren sind ebenfalls reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen und sollen entz\u00fcndungshemmend wirken. Sie sind also lokal wachsende Vielesk\u00f6nner und schmecken erst noch vorz\u00fcglich.<\/p>\n\n\n\n<p>Vergisst man nun mal seinen gesunden Zn\u00fcni zu Hause, kommt man seit Sommer 2021 gratis zu einer Portion gesunder Fr\u00fcchte, man muss sie nur auf dem Schulhof pfl\u00fccken gehen. Sind die Fr\u00fcchte reif, wird es den Angeh\u00f6rigen der Kanti rechtzeitig \u00fcber Instagram oder andere Kan\u00e4le mitgeteilt. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zusatz: Was ist eigentlich Boden?<\/h2>\n\n\n\n<p>Finden Sie es im kurzen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=U-jeKCmTKac\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=U-jeKCmTKac\">Video<\/a> von Simple Club heraus!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Boden - Was ist das? - B\u00f6den Basics 1\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/U-jeKCmTKac?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die AG Klima gab sich 2020 mit der Umsetzung des Abfallkonzepts nicht zufrieden, sondern plante gleich weiter. 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