{"id":2844,"date":"2023-10-29T09:10:04","date_gmt":"2023-10-29T09:10:04","guid":{"rendered":"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/?p=2844"},"modified":"2023-11-13T19:52:17","modified_gmt":"2023-11-13T19:52:17","slug":"__trashed-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/index.php\/2023\/10\/29\/__trashed-6\/","title":{"rendered":"Wildbienen willkommen!"},"content":{"rendered":"\n<p>2021 starteten die Schutzmassnahmen f\u00fcr Wildbienen auf dem Schulhof. Die AG Klima, bestehend aus rund zehn Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sowie und drei Lehrpersonen, plante gemeinsam mit Felix <a href=\"https:\/\/www.nature.uni-freiburg.de\/team\/fornoff\">Fornoff<\/a>, Wildbienenexperte der Universit\u00e4t Freiburg im Breisgau, ein Insektenhaus und zwei grosse Sandbecken. Damit wird das Angebot an Nistm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Wildbienen erheblich vergr\u00f6ssert.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bienenhotel-ToC-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2859\" srcset=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bienenhotel-ToC-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bienenhotel-ToC-300x200.jpg 300w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bienenhotel-ToC-768x512.jpg 768w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bienenhotel-ToC.jpg 1386w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Bienenhotel ist das auff\u00e4lligste Ergebnis des Projekts. (Corina Tobler)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><em>Annika J\u00e4ger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Felix Fornoff hat das Projekt in Kreuzlingen mit regelm\u00e4ssigen Besuchen fast ein Jahr lang unterst\u00fctzt. Er war auch am Tag des Aufbaus mit dabei und erkl\u00e4rte der AG Klima nicht nur, worauf es zu achten gilt, sondern legte auch gleich selbst Hand an. Im aktuellen Interview (8. August 2023) beantwortet er Fragen zur Wichtigkeit des Projektes.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Annika J\u00e4ger:<\/strong> <em>Bei Wildbienen denkt man eher an Wiesen und W\u00e4lder. Warum gibt es auch in St\u00e4dten Schutzmassnahmen f\u00fcr Wildbienen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Felix Fornoff: <\/strong>Es gibt drei Gr\u00fcnde f\u00fcr Wildbienenschutz in St\u00e4dten. Einerseits sind St\u00e4dte W\u00e4rmeinseln, in denen es im Schnitt 3\u00b0 C w\u00e4rmer ist als im Umland. Da viele Bienen ebenfalls w\u00e4rmeliebend sind, kommen sie hier tendenziell gerne vor und manche mediterrane Arten haben sich in Grossst\u00e4dten angesiedelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Annika J\u00e4ger:<\/strong> <em>Wieso sollte man in urbanen R\u00e4umen noch auf den Schutz von Wildbienen achten?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Felix Fornoff: <\/strong>Vor allem Stadtr\u00e4nder sind Hotspots der Biodiversit\u00e4t. Dies gilt auch auf Wildbienen bezogen. Dies liegt daran, dass der Mensch seine G\u00e4rten vielf\u00e4ltig gestaltet, viele Blumen dort unterkommen, Teiche und Sandk\u00e4sten angelegt sind und \u00fcberdachte Bereiche trockene Bodenstellen schaffen. Hinzu kommt ein st\u00e4ndiger Nutzungswandel, welcher immer wieder zu Ruderalstellen und freien Sukzessionsfl\u00e4chen f\u00fchrt, die Wildpflanzen einen Lebensraum bieten. Somit gibt es f\u00fcr Wildbienen viele Nist- und dauerhafte Nahrungshabitate.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Annika J\u00e4ger:<\/strong> <em>Sie erw\u00e4hnten noch einen dritten Grund? <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Felix Fornoff:<\/strong> Genau. Wildbienen-Schutzmassnahmen wie Insektenh\u00e4user, Bl\u00fchstreifen und Offenbodenhabitate lenken die Aufmerksamkeit der Menschen auf die kleinen Tierchen und schaffen somit Akzeptanz, Interesse und sogar Wertsch\u00e4tzung. All diese sind die Grundlagen f\u00fcr Naturschutz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Annika J\u00e4ger:<\/strong> <em>Leistet das Projekt auf unserem Schulhof also einen Beitrag zum Schutz der Wildbienen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Felix Fornoff:<\/strong> Ja, denn Bienen k\u00f6nnen zwar fliegen, um zwischen Nistplatz und Nahrungsbl\u00fcte zu \u00abpendeln\u00bb, aber wenn beides in r\u00e4umlicher N\u00e4he liegt, sind sie effizienter und k\u00f6nnen sich st\u00e4rker vermehren. Somit entstehen gr\u00f6ssere Populationen, die dann wiederum umliegende Habitate wie G\u00e4rten besiedeln k\u00f6nnen. Daher sind gerade gr\u00f6sser angelegte Massnahmen, wie sie auf eurem Schulhof umgesetzt wurden, f\u00fcr die Wildbienen bedeutend. In dem grossen Insektenhaus werden \u00fcber die Jahre sicher Tausende von Wildbienen wohnen und bei geeigneter Pflege auch dauerhaft ein Zuhause finden. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"5472\" height=\"3648\" src=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Insektengarten-3-ToC.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2974\" srcset=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Insektengarten-3-ToC.jpg 5472w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Insektengarten-3-ToC-300x200.jpg 300w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Insektengarten-3-ToC-768x512.jpg 768w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Insektengarten-3-ToC-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 5472px) 100vw, 5472px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Sandbecken bietet vielen bodennistenden Bienen Platz. (Corina Tobler)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das Gleiche gilt f\u00fcr den grossen und vielf\u00e4ltigen Offenbodenbereich, welcher der gr\u00f6ssten Gruppe unserer Wildbienen, den Sandbienen, einen Nistplatz bietet. Diese Nisthabitate sind die optimale Erg\u00e4nzung zu den vielf\u00e4ltigen Blumenmischungen und Geh\u00f6lzen auf dem Schulgel\u00e4nde. Selbst bei Trockenheit bieten Teichpflanzen wie Blutweiderich und Sumpfminze Nahrung f\u00fcr Wildbienen. Daher wurde auf diesem Schulhof ein sehr vielversprechendes Gesamtkonzept zum Wildbienenschutz umgesetzt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"663\" src=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Bienenhotel-ToC-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2972\" srcset=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Bienenhotel-ToC-1.jpg 1024w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Bienenhotel-ToC-1-300x194.jpg 300w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Bienenhotel-ToC-1-768x497.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sch\u00fclerinnen Martina Bittner und Lynn N\u00fcesch (r.) beim Bef\u00fcllen des Hotels. (Corina Tobler)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Annika J\u00e4ger:<\/strong> <em>Sie haben das Projekt fast ein Jahr lang betreut. Was hat Ihnen an dieser Arbeit gefallen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Felix Fornoff: <\/strong>Mich haben das grosse Interesse und die Mitarbeit der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler am meisten begeistert. Alle haben gemeinsam angepackt und selbst in Vor- und Nacharbeiten dem Projekt zum Erfolg verholfen. Die Kombination aus umf\u00e4nglichen Ressourcen der Schule und dem Engagement der Lehrerschaft, alles passgenau zu organisieren, war beeindruckend! Als biologische Highlights bleiben mir das sofortige \u00abBeziehen\u00bb sowohl des Insektenhauses und des offenen Bodens mit verschiedenen Wildbienenarten in Erinnerung. Bei l\u00e4ngerem Bestehen der Massnahmen wird sich hier sicher eine sehr reichhaltige Bienengemeinschaft ansiedeln und es werden auch weitere Insekten ein Zuhause finden, welches ich gerne bei gelegentlichen Besuchen in der Region f\u00fcr Beobachtungen aufsuchen werde.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"667\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Felix-Fornoff-Uni-Freiburg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2971\" srcset=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Felix-Fornoff-Uni-Freiburg.jpg 667w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Felix-Fornoff-Uni-Freiburg-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ferlix Fornoff ist noch immer sehr zufrieden mit dem Ergebnis. (Uni Freiburg)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2021 starteten die Schutzmassnahmen f\u00fcr Wildbienen auf dem Schulhof. 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