{"id":2828,"date":"2023-10-29T09:10:04","date_gmt":"2023-10-29T09:10:04","guid":{"rendered":"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/?p=2828"},"modified":"2023-11-06T20:06:50","modified_gmt":"2023-11-06T20:06:50","slug":"__trashed-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/index.php\/2023\/10\/29\/__trashed-9\/","title":{"rendered":"KSK als Vorreiterin bei der Photovoltaik"},"content":{"rendered":"\n<p>Dass mit Photovoltaikanlagen bei sch\u00f6nem Wetter sehr effizient und umweltfreundlich Strom produziert werden kann, weiss man schon lange. Die Installation solcher Anlagen ist aber aufwendig und hat sich erst in den vergangenen Jahren gemehrt. Die KSK hat jedoch bereits seit 2012 eine solche Anlage auf ihren Flachd\u00e4chern. Guido Lang, damals Mathe- und Physiklehrer, war verantwortlich f\u00fcr das Projekt, das mit Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern verwirklicht wurde.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"656\" src=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Daecher-Photovoltaik-ToC-klein-1024x656.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2878\" srcset=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Daecher-Photovoltaik-ToC-klein-1024x656.jpg 1024w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Daecher-Photovoltaik-ToC-klein-300x192.jpg 300w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Daecher-Photovoltaik-ToC-klein-768x492.jpg 768w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Daecher-Photovoltaik-ToC-klein-2048x1312.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick von der Anlage auf dem C-Geb\u00e4ude Richtung A- und B-Geb\u00e4ude. (Corina Tobler)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><em>Marcello Indino<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Schon 2012 konnte im Rahmen einer Technikwoche die erste Photovoltaikanlage der Kantonsschule Kreuzlingen, angeleitet durch den damaligen Mathematik- und Physiklehrer Guido Lang, geplant und umgesetzt werden. Am Projekt wirkten alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der damaligen vierten Klasse mit, also rund 85 Personen. Diese haben in Workshops Kenntnisse zur Energiegewinnung mittels Brennstoffzellen, Photovoltaik und Windenergie gewonnen. Ebenso fanden ein gemeinsames \u00absolares Kochen\u00bb sowie eine Exkursion zum multidisziplin\u00e4ren Forschungszentrum f\u00fcr Natur- und Ingenieurwissenschaften, dem <a href=\"https:\/\/www.psi.ch\/de\">Paul Scherrer Institut<\/a><em> <\/em>in Villigen (AG), statt. Das Projekt stiess auch in der <a href=\"https:\/\/www.tagblatt.ch\/ostschweiz\/arbon-kreuzlingen-weinfelden\/schule-unter-solarstrom-ld.865813\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.tagblatt.ch\/ostschweiz\/arbon-kreuzlingen-weinfelden\/schule-unter-solarstrom-ld.865813\">Presse<\/a> auf Resonanz:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-rich is-provider-issuu wp-block-embed-issuu\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div data-url=\"https:\/\/issuu.com\/willy_1111\/docs\/klz_27\/10\" style=\"width: 800px; height: 536px;\" class=\"issuuembed\"><\/div><script type=\"text\/javascript\" src=\"\/\/e.issuu.com\/embed.js\" async=\"true\"><\/script>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kreuzlinger Zeitung zum Solarstrom-Projekt an der KSK.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie dem Satellitenbild zu entnehmen ist, sind heute neben dem Flachdach des Zwischenbaus auch die meisten Dachfl\u00e4chen des Neubaus mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Der gesamte Energiebezug der Kantonsschule Kreuzlingen im Jahr 2022 betrug 190\u2019137.5 kWh. Die Photovoltaikanlage produzierte 53\u2019582.3 kWh, also etwas mehr als einen Viertel davon (28.2 %). 33&#8217;358.4 kWh produzierte die Anlage auf den Geb\u00e4uden A und B, w\u00e4hrend jene auf dem Neubau C 20&#8217;223.9 kWh produzierte. Davon haben wir 50\u2019191.3 kWh selbst genutzt, w\u00e4hrend die restlichen 3\u2019391 kWh ins Energienetz eingespeist wurden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"562\" height=\"364\" src=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Photovoltaik-Satellitenbild.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2823\" srcset=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Photovoltaik-Satellitenbild.png 562w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Photovoltaik-Satellitenbild-300x194.png 300w\" sizes=\"(max-width: 562px) 100vw, 562px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Satellitenaufnahme der KSK. (Google Earth)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich liefert die Photovoltaikanlage nicht eine konstante Energiemenge und gew\u00e4hrleistet damit nicht durchgehend den gleichen Autarkiegrad. Darunter versteht man den Energiebedarf, den ein Geb\u00e4ude durch eine eigene Anlage abdeckt. Am tiefsten war der Autarkiegrad 2022 im Wintermonat Dezember mit einem Autarkiegrad von rund 3%. Am h\u00f6chsten wiederum im Sommermonat Juli, mit einem Autarkiegrad von fast 40%.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem aktuellen Interview (19. Juli 2023) erinnert sich Guido Lang an die damalige Technikwoche zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Marcello Indino:<\/strong> <em>Herr Lang, das damalige Projekt wurde unter Ihrer Leitung von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern vorangetrieben, die sogar dazu bereit waren, einen Teil ihrer Ferien nach Abschluss der Matura zu opfern. War es schwierig, sie zu diesem Engagement zu motivieren?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Guido Lang:<\/strong> Die Themen Energie und Energiewende waren damals schon sehr aktuell. In meinen Klassen hatte es immer Sch\u00fcler, welche in die Zukunft schauten und die Zukunft mitgestalten wollten. Zudem sind kluge Personen im Teenageralter immer dabei, wenn es etwas nicht Allt\u00e4gliches zu beginnen gibt. Kurz: Ich brauchte keine Werbung zu machen. Die Teilnehmenden waren von Anfang an begeistert dabei. Wir haben bei der Projektvorbereitung Arbeitsteams gebildet. Die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen konnten sich ihren Interessen entsprechend einbinden und Verantwortung \u00fcbernehmen. Es gab damals so etwas wie ein Intranet. Wir bekamen dort eine Plattform, auf der ein Team den Verlauf des Projektes dokumentierte. Eventuell gibt es diese Daten noch.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Guido-Lang-Xing.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2942\" srcset=\"https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Guido-Lang-Xing.jpg 1024w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Guido-Lang-Xing-300x300.jpg 300w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Guido-Lang-Xing-150x150.jpg 150w, https:\/\/nachhaltige.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Guido-Lang-Xing-768x768.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Guido Lang leitete 2012 die Installation der Solaranlage. (Xing)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Indino:<\/strong> <em>Wie sah es mit der Schulleitung und den zust\u00e4ndigen kantonalen Stellen aus, etwa dem Hochbauamt? Immerhin ist es eher un\u00fcblich, dass die Realisierung durch Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler erm\u00f6glicht wird, die erst noch unentgeltlich arbeiten, wie den damaligen Unterlagen zu entnehmen ist. Hatten Sie sofort das notwendige Vertrauen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lang:<\/strong> Die Schulleitung wollte bei der KSK eine Solaranlage. Bei der ersten Sitzung mit dem Thurgauer Hochbauamt, bei der ich dabei war, schlug ich vor, die Anlage im Rahmen einer Projektwoche mit Sch\u00fclern zu realisieren. Das kantonale Hochbauamt und die Schulleitung hielten das spontan f\u00fcr einen guten Ansatz und wir durften sofort mit der Planung beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Indino:<\/strong> <em>Sehen Sie Unterschiede zwischen den Jugendlichen jener Zeit, die sich f\u00fcr das Thema der \u00f6kologischen Nachhaltigkeit eingesetzt haben, und der sogenannten Klimajugend von heute?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lang:<\/strong> Eigentlich sehe ich bei der gebildeten Jugend keinen Unterschied. \u00d6kologie, Umwelt, Ressourcen waren auch damals schon wichtige Themen. Der Unterschied liegt eher darin, dass die Themen heute in der breiten Bev\u00f6lkerung und in den Medien pr\u00e4senter sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Indino:<\/strong> <em>Gibt es zum Projekt \u00abKSK goes solar\u00bb Punkte, die Sie r\u00fcckblickend \u00e4ndern w\u00fcrden?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lang:<\/strong> Eigentlich nicht, nein. Aber vielleicht h\u00e4tte man die \u00d6ffentlichkeit st\u00e4rker einbinden k\u00f6nnen<em>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Indino:<\/strong> <em>Wie hat sich die Photovoltaiktechnik in der Zwischenzeit weiterentwickelt? Oder anders gefragt, m\u00fcsste man die bestehende Anlage allenfalls ersetzen, um langfristig eine noch h\u00f6here Energieeffizienz zu erreichen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lang:<\/strong> Das Prinzip der Photovoltaik ist heute noch das gleiche. Das Material ist viel billiger geworden; die Effizienz der Module hat zugenommen. Die Module auf dem Dach haben einen Wirkungsgrad von 15%. Heutige Module haben einen solchen ovn 20 bis 22%. Ich w\u00fcrde die Module nicht austauschen. Photovoltaikmodule haben 25 Jahre Garantie und eine Lebensdauer von 30 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Indino:<\/strong> <em>Wo sehen Sie an der KSK \u2013 oder ganz im Allgemeinen \u2013 noch Potenzial, um einen substantiellen Beitrag zur \u00f6kologischen Nachhaltigkeit leisten zu k\u00f6nnen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lang:<\/strong> Heute liegt der Fokus beim Klima beziehungsweise beim CO<sub>2<\/sub>. Das grundlegende Problem unserer Gesellschaft in Bezug auf \u00d6kologie liegt beim Ressourcenverbrauch, von dem der Erd\u00f6lverbrauch nur ein Teil ist. Die Erde hat Jahrmilliarden funktioniert, weil sie alles rezykliert, alles ist in einen Kreislauf eingebunden. Daran sollte sich die Wirtschaft orientieren. Mit diesem Thema k\u00f6nnte auch eine interessante Technikwoche gestaltet werden, denn da k\u00e4men Technik, Physik, Biologie, Chemie, aber auch Geografie und Geschichte zusammen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass mit Photovoltaikanlagen bei sch\u00f6nem Wetter sehr effizient und umweltfreundlich Strom produziert werden kann, weiss man schon lange. 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